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SEUTE DEERN Neu

Wahrzeichen mit bewegter Geschichte

SEUTE DEERN
Bremerhaven: Selbstverlag DSM
Texte: Stefan Kruecken; Fotos: Andree Kaiser; Redaktion: Erik Hoops
Ausstellungs-Booklet Nr. 05

1. Auflage 2019, 28 Seiten, 16 farbige Abbildungen, 14,8 x 21 cm, Broschur mit farbigem Umschlag, 80 g
ISBN 978-3-947235-08-7
7,90 EUR Kaufen
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Zum Inhalt

Die SEUTE DEERN ist ein Wahrzeichen von Bremerhaven geworden. Schon von Weitem sind die markanten Masten zu sehen, prägend für die Silhouette der Stadt an der Wesermündung. Weltweit gibt es nur noch wenige Holzschiffe aus dieser Epoche, und so ist der Dreimaster ein Reisender aus einer anderen Zeit.

Von allen Schiffen, die unter Obhut des Deutschen Schifffahrtsmuseums im Museumshafen liegen, ist die SEUTE DEERN das größte. Ein Schiff, das es sogar auf eine Sondermarke der Deutschen Post geschafft hat. Ein Schiff, das für gelebte maritime Tradition steht und seit mehr als einhundert Jahren Menschen nicht nur befördert, sondern auch bewegt.

Seit sie 1919 vom Stapel lief, hat die SEUTE DEERN eine aufregende Geschichte erlebt. Sie ließ einen Kapitän auf der Reise nach Süden verzweifeln, segelte mit Holz von Finnland nach England, wurde das Prestigeprojekt eines Hamburger Reeders und zur Jugendherberge in den Niederlanden umfunktioniert. Welche Wendungen die Historie nahm und wieso das Schiff für jeden, der sich für Geschichte interessiert, ein Geschenk ist, erklärt Christian Ostersehlte, der Archivar des Deutschen Schifffahrtsmuseums.

Vom ersten Tag an, selbst als Neubau, hatte die SEUTE DEERN mit dem Problem eindringenden Wassers zu kämpfen. Was mit moderner Technologie getan werden muss, um die alte Dame auch in den nächsten Jahrzehnten schwimmen zu lassen, erklärt Thomas Kowalik, Chemiker am Fraunhofer-Institut und einer der Experten, die extra für die SEUTE DEERN ein neues Material entwickeln werden.

Warum das Schiff eine emotionale Bedeutung für die Bremerhavener Bevölkerung hat, erklärt Nils Schnorrenberger. Der Chef der Bremerhavener Wirtschaftsförderung sieht viele Parallelen in den Lebensläufen von Stadt und Schiff. Goldene Zeiten, schwierige Zeiten. »Die SEUTE DEERN steht für das maritime Erbe Bremerhavens«, sagt er. Ein maritimes Erbe, aus dem die Zukunft gestaltet wird.